Seljalandsfoss

Seljalandsfoss ist ein markanter Wasserfall an der Südküste Islands, bekannt für seinen begehbaren Pfad hinter dem fallenden Wasser. Er gehört zu den meistfotografierten Natursehenswürdigkeiten des Landes und zieht aufgrund seiner einzigartigen Perspektive und Zugänglichkeit ganzjährig Besucher an.
Ein gesicherter Pfad führt hinter die Wassermassen, was einen außergewöhnlichen 360-Grad-Blick erlaubt. Aufgrund der Gischt wird das Tragen wasserdichter Kleidung empfohlen. Der Zugang kann im Winter wegen Glätte eingeschränkt sein, bleibt aber meist geöffnet. In der Nähe befinden sich weitere kleinere Wasserfälle, darunter Gljúfrabúi, der teilweise in einer Felsspalte verborgen liegt.
Fakten
- Höhe: etwa 60 Meter
- Lage: an der Ringstraße (Route 1), ca. 120 km südöstlich von Reykjavík
- Fluss: Seljalandsá, gespeist vom Gletscher Eyjafjallajökull
- Zugang: Fußweg ermöglicht Umrundung hinter dem Wasserfall
- Beliebte Reisezeit: Sommermonate für Mitternachtssonne; Winter für vereiste Kulisse
Fototipps
- Klassiker: Blick von hinten (Wasser als „Vorhang“, Landschaft im Hintergrund).
- Bei tief stehender Sonne oft Gegenlicht-Glow und Spray (Lens Flares willkommen).
- Mikrofasertuch + Regenschutz für Kamera/Linse einpacken
- Kombiniere ihn mit dem nahen „Cave-Waterfall“ Gljúfrabúi (gleich um die Ecke)
Fußweg & Parken
Der Fußweg vom Parkplatz aus beträgt nur wenige Minuten. Der Parkplatz ist gebührenpflichtig (ca. 7€ / Tag).
Geografie und Entstehung
Seljalandsfoss liegt dort, wo die ehemalige Küstenklippe Islands das heutige Flachland trifft. Der Fluss Seljalandsá entspringt aus dem Schmelzwasser des Eyjafjallajökull-Gletschers und stürzt über eine alte Meeresklippe hinab. Die weiche Tuffsteinformation hinter dem Wasserfall hat eine natürliche Höhlung geschaffen, die den bekannten Rundgang ermöglicht.
Skógafoss
Skógafoss ist ein berühmter Wasserfall im Süden Islands, nahe dem kleinen Ort Skógar. Er gehört zu den bekanntesten Natursehenswürdigkeiten des Landes und ist Teil des Flusses Skógá, der über ehemalige Meeresklippen ins Tal stürzt. Seine gleichmäßige Breite und mächtige Fallhöhe machen ihn zu einem der meistfotografierten Orte Islands. Besucher können über eine Treppe mit mehr als 500 Stufen bis zur oberen Kante steigen und den Blick über das Tal und bis zum Gletscher Eyjafjallajökull genießen. In der isländischen Folklore wird erzählt, dass ein Wikinger hinter dem Wasserfall eine Schatztruhe versteckt habe – ein Motiv, das bis heute in lokalen Geschichten lebendig ist.

Fakten
- Lage: Südliches Island, nahe Skógar
- Höhe: ca. 60 Meter
- Breite: ca. 25 Meter
- Fluss: Skógá
- Besonderheit: Häufig doppelte Regenbögen bei Sonnenschein
Fototipps
- Von unten: Frontal, zeigt die Wucht und Größe des Wasserfalls
- Von oben: Flussverlauf/Weite, Blick in die Schlucht + Startpunkt für den „Waterfall Way“ (mehrere weitere Fälle flussaufwärts).
- Um die Größe zu zeigen: Person an der Gischtkante positionieren
- Regenbogen sind hier extrem häufig
- Super für Langzeitbelichtung
Fußweg & Parken
Vom Parkplatz zur Basis sind es je nach Parkposition 5–10 Minuten. Den Parkgebühren liegen bei ca. 7€. Für den Top-View (Treppe) und die weiter hinten liegenden Wasserfälle benötigt man nochmal ca. 30 Minuten Fußweg.
Geografie und Entstehung
Skógafoss markiert die ehemalige Küstenlinie Islands: Das Meer zog sich seit der letzten Eiszeit zurück, und die Klippen blieben als markante Abbruchkante erhalten. Das Wasser des Flusses Skógá fällt über diese Felskante in ein breites Becken, das von grünen Wiesen und Basaltgestein umgeben ist.
Gullfoss
Gullfoss („Goldener Wasserfall“) ist ein spektakulärer zweistufiger Wasserfall im Südwesten Islands und Teil des bekannten Golden Circle. Er zählt zu den bekanntesten Natursehenswürdigkeiten des Landes und symbolisiert die unberührte Kraft der isländischen Landschaft. Der Wasserfall stürzt in zwei Etappen in eine bis zu 70 Meter tiefe Schlucht des Flusses Hvítá. Die Gischt erzeugt oft Regenbögen, die ihm den Namen „goldener Wasserfall“ einbrachten. Im Winter gefriert ein Teil des Wassers, wodurch bizarre Eisformationen entstehen, während im Sommer das Schmelzwasser der Gletscher den Fluss anschwellen lässt.

Fakten
- Höhe: insgesamt ca. 32 Meter (zwei Stufen von 11 m und 21 m)
- Fluss: Hvítá
- Lage: Haukadalur-Tal, ca. 100 km nordöstlich von Reykjavík
- Schutzstatus: Teil des Naturschutzgebiets Gullfoss
- Touristische Route: Bestandteil des „Goldenen Kreises“
Fototipps
- Mehrere Plattformen: Top-Down-Perspektive + „Schlucht verschwindet im Spray“
- Bei Wind kann die Gischt „seitlich“ ziehen → dramatische Bilder, aber schnell nasse Linse


Fußweg & Parken
Es gibt zwei Parkplätze (Upper beim Visitor Center, Lower als Alternative), verbunden durch Fußwege.
Zu den Aussichtspunkten gibt es kurze ausgebaute Wege (oben & unten).
Geografie und Entstehung
In den frühen 1900er-Jahren war Gullfoss von einem Wasserkraftprojekt bedroht. Die Bauerntochter Sigríður Tómasdóttir setzte sich erfolgreich für seinen Erhalt ein und gilt heute als Symbolfigur des isländischen Naturschutzes. 1979 wurde das Gebiet offiziell unter Schutz gestellt.
Dettifoss
Dettifoss ist ein Wasserfall im Nordosten Islands im Vatnajökull-Nationalpark. Er gilt als der leistungsstärkste Wasserfall Europas, gemessen an der kombinierten Höhe und Wassermenge. Durch seine gewaltige Gischt und dramatische Umgebung zählt er zu den eindrucksvollsten Natursehenswürdigkeiten des Landes.

Fakten
- Höhe: ca. 44 Meter
- Breite: etwa 100 Meter
- Fluss: Jökulsá á Fjöllum
- Lage: Nordost-Island, im Vatnajökull-Nationalpark
- Besonderheit: stärkster Wasserfall Europas nach Durchflussleistung
Fototipps
- Spray-Wolken + dunkles Lavagestein → guter Kontrast
- Lange Belichtung ergibt „Milch“ – kurze Zeiten zeigen Struktur & Chaos
- ND-Filter + Schutz für Frontlinse. Stell dich so, dass Spray nicht permanent frontal kommt
Fußweg & Parken
Dettifoss ist sowohl von der Ost- als auch von der Westseite erreichbar. Die Ostseite bietet den besten Blick auf den Fall, ist aber über eine Schotterstraße zugänglich, während die Westseite über eine asphaltierte Straße leichter zu erreichen ist. Aussichtsplattformen und Wanderwege ermöglichen eindrucksvolle Perspektiven, besonders bei gutem Wetter.
Je nach Seite: Ostseite etwa 1,5 km round trip, Westseite etwa 3 km round trip (gut angelegte Trails/Plattformen).
Ausgebaute Parkplätze sind auf beiden Seiten vorhanden.
Geografie und Entstehung
Dettifoss liegt im nördlichen Teil des Vatnajökull-Nationalparks, im Tal Jökulsárgljúfur. Der Fluss Jökulsá á Fjöllum entspringt dem Vatnajökull-Gletscher und trägt große Mengen Gletscherschlamm, die dem Wasser eine graubraune Farbe verleihen. Die Gegend ist durch tiefe Schluchten, Basaltformationen und weitere Wasserfälle wie Selfoss und Hafragilsfoss geprägt.
Der Wasserfall transportiert im Durchschnitt etwa 193 m³ Wasser pro Sekunde. Diese enorme Wassermenge, kombiniert mit der Fallhöhe, erzeugt eine enorme kinetische Energie, die Dettifoss den Ruf als „mächtigster Wasserfall Europas“ eingebracht hat. Die Gischt kann hunderte Meter weit getragen werden.
Goðafoss
Goðafoss („Wasserfall der Götter“) ist ein breiter Wasserfall im Norden Islands, der für seine spektakuläre Form und historische Bedeutung bekannt ist. Er liegt an der Ringstraße zwischen Akureyri und Mývatn und gehört zu den meistbesuchten Natursehenswürdigkeiten des Landes.
Fakten
- Höhe: ca. 12 m
- Breite: etwa 30 m
- Fluss: Skjálfandafljót
- Lage: Region Norðurland eystra, Nordisland
- Name: Bedeutet „Wasserfall der Götter“
Fototipps
- Symmetrische Hufeisen-Kompositionen
- Gute Spots für Blaue Stunde (Wasserstruktur + weiches Licht)
- Nimm ein Weitwinkel für die Gesamtform und ein Tele für Details (Kaskadenkanten)
Fußweg & Parken
Es gibt einen großen Parkplatz nahe zum Goðafoss. Viele Viewpoints sind in etwa 10 Minuten erreichbar; beide Seiten lohnen, wenn du Zeit hast.
Geografie und Entstehung
Goðafoss wird vom Fluss Skjálfandafljót gespeist, der aus dem Hochland entspringt. Der Wasserfall stürzt halbkreisförmig über dunkle Basaltsäulen in eine enge Schlucht, wodurch sein charakteristisches Hufeisenprofil entsteht. In unterschiedlichen Jahreszeiten ändern sich Farbe und Fließgeschwindigkeit dramatisch, was ihn besonders fotogen macht. Der Name geht auf eine Episode aus dem Jahr 1000 n. Chr. zurück, als laut Überlieferung der Gesetzessprecher Þorgeir Ljósvetningagoði nach der Annahme des Christentums in Island die Statuen der alten nordischen Götter in diesen Wasserfall warf. Dieses Ereignis symbolisiert die Christianisierung Islands und machte Goðafoss zu einem kulturellen Symbol für religiösen Wandel und nationale Identität.
Dynjandi
Dynjandi (isländisch für „der Donnernde“) ist ein imposanter Wasserfall in den Westfjorden Islands. Er gilt als einer der spektakulärsten Wasserfälle des Landes und ist ein markantes Naturwahrzeichen des Arnarfjörður. Seine markante Form, die an eine Brautschleppe erinnert, und das donnernde Geräusch prägen das Erlebnis. Dynjandi besteht aus einer Kaskade von sieben Wasserfällen, die sich über rund 100 Meter über eine breite Felswand ergießen. Der Hauptfall, der ebenfalls Dynjandi heißt, ist etwa 30 Meter breit an der Oberkante und fächert sich bis auf rund 60 Meter an der Basis auf. Darunter folgen kleinere Fälle mit eigenen Namen, darunter Göngumannafoss und Hundafoss.
Fakten
- Höhe: ca. 100 Meter
- Ort: Arnarfjörður, Westfjorde, Island
- Zufluss: Fluss Dynjandisá
- Schutzstatus: Teil des Dynjandisvogur-Schutzgebiets
- Zugang: Über Straße 60 (Vestfjarðavegur)
Fototipps
- Fächer-Wasserfall wirkt mega mit Person als Maßstab
- Beachte auch die vielen Nebenfälle
- Bei Wind: Spray kann seitlich kommen – Perspektive leicht schräg wählen.
Fußweg & Parken
Dynjandi liegt an der Straße 60 zwischen Þingeyri und Flókalundur. Im Sommer ist die Strecke gut befahrbar, während sie im Winter häufig gesperrt ist. Ein kleiner Parkplatz und einfache Einrichtungen stehen vor Ort zur Verfügung. Ein gut ausgebauter Wanderpfad führt vom Parkplatz entlang der unteren Fälle bis zum Hauptfall und bietet dabei verschiedene Aussichtspunkte. Wanderzeit bis oben ca. 20 Minuten.
Svartifoss
Svartifoss („schwarzer Wasserfall“) ist ein markanter Wasserfall im Skaftafell, der Teil des Vatnajökull-Nationalparks im Südosten Islands ist. Er ist bekannt für seine eindrucksvollen, säulenartigen Basaltformationen, die ihn zu einem der meistfotografierten Naturdenkmäler Islands machen.
Fakten
- Höhe: etwa 20 Meter
- Lage: Skaftafell, Vatnajökull-Nationalpark, Südost-Island
- Zugang: etwa 1,5 km Wanderweg vom Besucherzentrum Skaftafell
- Name: „Schwarzer Wasserfall“ (wegen dunkler Basaltsäulen)
- Besonderheit: Natürliche Basaltformationen inspirierten isländische Architektur
Fototipps
- Funktioniert auch bei schlechtem Wetter
- Polarisationsfilter kann nassen Basalt „entglänzen“ und Wasser satter wirken lassen
Fußweg & Parken
Der Wasserfall ist über gut ausgeschilderte Wanderwege vom Besucherzentrum Skaftafell aus erreichbar. Der etwa 90-minütige Rundweg (5,5km) führt durch Birkenwälder und bietet Ausblicke auf weitere kleinere Wasserfälle. Svartifoss ist ganzjährig zugänglich, doch Wetterbedingungen können den Weg im Winter erschweren. Die Region zählt zu den beliebtesten Zielen für Wanderer im Vatnajökull-Nationalpark.
Geografie und Entstehung
Svartifoss stürzt über eine Wand aus dunklen, sechseckigen Basaltsäulen, die durch langsames Abkühlen von Lava entstanden sind. Diese Basaltorgeln ähneln den Formationen des Giant’s Causeway oder der Reynisfjara-Küste. Erosionsprozesse am Fuß des Wasserfalls sorgen für das charakteristische, sich stetig verändernde Erscheinungsbild. Die geometrische Struktur der Basaltsäulen diente als Inspiration für isländische Architekten, etwa beim Design der Hallgrímskirkja und der Nationaltheaterfassade in Reykjavík. Svartifoss gilt als Symbol für die Verbindung von Natur, Kunst und nationaler Identität.
Brúarfoss
Brúarfoss ist ein Wasserfall auf der Insel Island, bekannt für sein außergewöhnlich türkisblaues Wasser und seine feinen, stufenartigen Kaskaden. Er liegt im Gebiet des sogenannten Golden Circle und gilt als einer der fotogensten, zugleich abgelegeneren Wasserfälle der Region. Brúarfoss war lange Zeit ein Geheimtipp, da frühere Zufahrtswege über Privatgelände führten. Heute ist der Zugang über einen offiziellen Wanderweg geregelt. Die Route führt entlang der Brúará durch moosbewachsene Landschaften und bietet mehrere Aussichtspunkte. Obwohl der Wasserfall kleiner als Gullfoss oder Seljalandsfoss ist, zieht er Fotografen und Naturfreunde wegen seines intensiven Farbspiels und der ruhigen Atmosphäre an.
Fakten
- Ort: Südwest-Island, Nähe Laugarvatn
- Fluss: Brúará
- Höhe: ca. 3 Meter
- Besonderheit: Intensive blaue Farbe des Wassers
- Zugang: Wanderweg von etwa 3,5 km ab Parkplatz Brúarfoss Trailhead
Fototipps
- Früh morgens – das Blau wirkt bei weichem Licht oft am schönsten und du hast weniger Leute
- Langzeitbelichtung + türkisfarbene Strömung = „Seide in Blau“.
- Auch Details/Close-ups lohnen (Wasserwirbel, Kanten)
Fußweg & Parken
Parken: Neue/aktuelle Parkzonen können kostenpflichtig sein. Klassischer Trail: ca. 3,5 km one-way ab Trail-Parkplatz (~1 h je Richtung).
Geografie und Entstehung
Brúarfoss liegt im Oberlauf des Flusses Brúará, der sich durch vulkanisches Gestein und porösen Basalt schlängelt. Diese geologische Beschaffenheit filtert das Wasser und verstärkt dessen intensive, milchig-türkise Färbung. Der Wasserfall gehört nicht zu den größten, überzeugt jedoch durch seine Vielzahl kleiner Abstürze, die eine einzigartige, fächerartige Struktur bilden. Der Name „Brúarfoss“ bedeutet „Brückenwasserfall“ und bezieht sich auf eine natürliche Steinbrücke, die einst den Fluss überspannte. Diese Brücke ist heute nicht mehr vorhanden, doch der Name blieb erhalten. Das Wasser stammt aus den Gletschern des Hochlands, die das Flusssystem der Brúará speisen.
Hengifoss
Hengifoss ist ein markanter Wasserfall im Osten Islands, gelegen im Tal Fljótsdalur in der Gemeinde Fljótsdalshreppur. Mit rund 128 Metern Höhe zählt er zu den höchsten Wasserfällen des Landes und ist ein beliebtes Ziel für Wandernde und Naturfotograf:innen. Besonders auffällig sind die roten Tonschichten zwischen dunklen Basaltlagen, die dem Canyon eine charakteristische Streifenoptik verleihen. Hengifoss liegt nahe dem größten Waldgebiet Islands, dem Hallormsstaðaskógur, und unweit des sagenumwobenen Lagarfljót-Sees. Besonders reizvoll ist ein Besuch im Frühsommer, wenn Schmelzwasser die Fallbreite vergrößert und die Sonne die roten Gesteinsschichten eindrucksvoll beleuchtet.
Fakten
- Höhe: etwa 128 Meter
- Fluss: Hengifossá
- Lage: Fljótsdalur-Tal, ca. 35 km südwestlich von Egilsstaðir
- Wanderstrecke: ca. 2,5 km einfach (40–60 Minuten Gehzeit)
- Sehenswürdigkeit unterwegs: Wasserfall Litlanesfoss mit Basaltsäulen
Fototipps
- Rot-Schwarz-Layering: ideal für Tele-Kompression
- Auf dem Weg liegt Litlanesfoss mit Basaltsäulen – zwei Motive in einer Wanderung
- Nimm ein 70–200 mm (oder ähnlich) – du kannst die Schichten viel stärker herausarbeiten
Fußweg & Parken
Der markierte Wanderweg beginnt am Parkplatz an der Straße 931 nahe des Lagarfljót-Sees. Der mäßig steile Pfad führt entlang der Hengifossá durch das enge Hengifossárgil und bietet mehrere Aussichtspunkte, darunter Litlanesfoss mit eindrucksvollen Basaltsäulen. Aufstieg und Rückweg erfordern etwa zwei Stunden (5km). Gute Schuhe und wetterfeste Kleidung sind empfehlenswert, da die Wege je nach Jahreszeit rutschig sein können.
Geografie und Entstehung
Die Felsen um Hengifoss zeigen eine Abfolge tertiärer Lavaschichten, durchsetzt mit oxidierten Tonlagen aus eisenhaltigem Sediment. Diese bis zu fünf Millionen Jahre alten Gesteine dokumentieren wechselnde vulkanische Aktivität und Klimaabschnitte der Inselgeschichte. Das intensive Rot entsteht durch Eisenoxidation – ein starkes visuelles Merkmal der Umgebung.
Kirkjufellsfoss
Kirkjufellsfoss ist ein malerischer Wasserfall auf der Halbinsel Snæfellsnes in Westisland. Er liegt am Fuße des markanten Berges Kirkjufell und gilt als eines der meistfotografierten Naturmotive Islands. Seine symmetrischen Kaskaden und die dramatische Bergkulisse machen ihn zu einem beliebten Ziel für Reisende und Fotografen. Kirkjufellsfoss besteht aus drei kleinen Stufen, die den Fluss Kirkjufellsá bilden, bevor er in Richtung Meer abfließt. Der Wasserfall befindet sich nur wenige Minuten von der Ortschaft Grundarfjörður entfernt und bietet besonders bei Sonnenuntergang oder Nordlicht spektakuläre Fotomotive. Eine kleine Brücke oberhalb ermöglicht Aussichtspunkte aus verschiedenen Winkeln.

Fakten
- Ort: Nähe Grundarfjörður, Halbinsel Snæfellsnes, Westisland
- Höhe: ca. 16 Meter
- Zufluss: Kirkjufellsá
- Zugang: Über Straße 54 und eine kurze Fußwanderung
- Besonderheit: Blick auf Kirkjufell-Berg im Hintergrund
Fototipps
- Der „Postkarten-Shot“: Wasserfall im Vordergrund, Kirkjufell dahinter (Spiegelungen möglich)
- Super für Weitwinkel, aber auch für Tele-Kompression (Berg größer wirken lassen) ist möglich
- Wenn du Stativ + ND nutzt: achte auf den oft starken Wind
Fußweg & Parken
Sehr kurzer Fußweg, ungefähr ~500 m je nach Parkplatz/Route. Es gibt zwei Parkplätze – der eine liegt näher am Wasserfall, ist aber oft voll. Am besten schaust du erst ob du hier eine Parkmöglichkeit findest, sonst kannst du den zweiten Parkplatz verwenden. Die Parkgebühr beträgt ca. 7€.
Geografie und Entstehung
Warum sieht Kirkjufell so „spitz“ aus? Der Berg ist kein klassischer Einzelvulkan, sondern ein sogenannter Nunatak: Während der Eiszeit ragte sein Gipfel aus dem umgebenden Eis heraus, während Gletscher ringsum das Gelände formten. Geologisch besteht er aus Schichtpaketen (u. a. Lava-/Sandstein-Wechselfolgen und Tufflagen), die durch glaziale Erosion über lange Zeit „freigeschliffen“ und so in die heutige, sehr fotogene Form gebracht wurden. Kirkjufellsfoss ist kein einzelner hoher Sturz, sondern eine Staffel aus mehreren kleinen Kaskaden/Abstürzen (typisch: drei „Spouts“). Das kommt daher, dass der Bach/Fluss Kirkjufellsá über unterschiedlich harte Gesteinsschichten läuft: Wo härtere Lagen anstehen, bleiben Kanten stehen – darunter wird weicheres Material schneller erodiert, und es bilden sich Stufen (klassische „step falls“). Der Fluss wird u. a. aus dem Umfeld der Helgrindur-Region gespeist (je nach Quelle wird der Ursprung/Einzugsbereich dort verortet), und seine Wassermenge schwankt saisonal – besonders im Frühjahr/Frühsommer mit Schmelzwasser. Direkt unterhalb der Fälle entsteht zudem eine auffällige Lagune/Staubereich, weil die Straße (Damm/Trasse) das Wasser teilweise aufstaut, bevor es Richtung Meer weiterläuft – das beeinflusst auch Vordergrund-Kompositionen (ruhige Wasserfläche vs. Kaskaden).





